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Operation
Wenn Sie die Diagnose Hautkrebs erhalten haben, werden wir Sie oder Ihr Arzt ausführlich über Behandlungs und Therapiemöglichkeiten informieren. Falls Sie bei diesem Gespräch nicht alles verstanden haben, dann fragen Sie nach. Es ist Ihr Recht, sich ausführlich und umfassend über Ihre Erkrankung und die dazu geplante Therapie zu informieren.
Natürlich können Sie auch die Beratungsstelle der Österreichischen Krebshilfe in Ihrer Nähe kontaktieren, wenn Sie noch Fragen haben oder Unterstützung brauchen.


Operation

Die totale Entfernung des Tumors ist für jede Hautkrebs-Form die Therapie der Wahl. Je nach Art des Tumors ist dabei eine Sicherheitsrandzone zwischen 0,2 und 2 cm notwendig. Diese Sicherheitsrandzone ist wichtig, um das örtliche Wiederauftreten der Tumore möglichst zu verhindern.

Abhängig von der Tumorart, vom Sitz des Tumors, vom Stadium der Erkrankung, von der Größe der notwendigen Sicherheitszone und den allfällig notwendigen Operationen wird zu entscheiden sein, ob die Operation ambulant oder stationär beziehungsweise in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden muss.


Basalzell-Karzinom und Plattenepithel-Karzinom

Die Standardbehandlung von Basalzell- und Plattenepithel-Karzinomen ist die vollständige operative Entfernung. Sie kann in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden und ist mit einer relativ geringen Belastung für den Betroffenen verbunden.

Die sichere Kontrolle, ob mit der Operation der gesamte Tumor entfernt wurde, kann durch eine spezielle Aufarbeitung des Gewebes mit anschließender Untersuchung unter dem Mikroskop sichergestellt werden.

Bei größeren Tumoren oder ungünstiger Lage (z. B. in der Nähe des Auges) wird die Operation in mehreren Schritten durchgeführt: Wenn nach der Entfernung und mikroskopischen Kontrolle noch Tumorreste vorhanden sind, werden diese in einer zweiten Operation entfernt und erneut kontrolliert. Erst danach erfolgt der Wundverschluss durch spezielle operative Techniken, um ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen.

Andere Verfahren wie Bestrahlungen oder Vereisung des Tumors kommen nur in besonderen Fällen zum Einsatz, z. B. wenn eine Operation aufgrund des Alters oder einer schweren Erkrankung des Betroffenen nicht in Frage kommt.


Maligne Melanom

Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des malignen Melanoms. Sollten bereits Metastasen aufgetreten sein, dann gilt es, alle operierbaren Tochtergeschwülste zu entfernen.

Die chirurgische Entfernung des Tumors wird mit einem Sicherheitsabstand durchgeführt, der zwischen 1 und 2 cm beträgt. Häufig wird im Rahmen der Erstoperation eine so genannte „Sentinel-Lymphknoten-Biopsie” durchgeführt.

Als Sentinel – oder Wächterlymphknoten – werden der oder die Lymphknoten bezeichnet, die als erster im Lymphstrom hinter dem Melanom geschaltet sind. Die theoretische Grundlage besteht darin, dass wenn diese Lymphknoten nicht befallen sind, man mit großer Sicherheit davon ausgehen kann, dass auch keine anderen nachgeschalteten Lymphknoten einen Tumorbefall aufweisen.

Bei der Sentinel-Lymphknoten- Biopsie wird der Tumor mit einem Farbstoff und einer radioaktiv markierten Substanz umspritzt, so dass die Lymphabflusswege des Tumors zu den benachbarten Lymphknoten darstellbar werden. Auf diese Weise lassen sich die Wächterlymphknoten des Tumors erkennen. Die feingewebliche Untersuchung dieser Lymphknoten ist für die Diagnostik und weitere Therapieplanung von großer Bedeutung.