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Therapie des
Melanom
Bei manchen Melanomen reicht jedoch die alleinige Operation des Tumors langfristig nicht. Ab einer Eindringtiefe des Melanoms >1,5 Millimeter spricht man daher von einem Risikomelanom. Dies bedeutet, dass auch ohne Nachweis von Metastasen im Körper zum Zeitpunkt der Diagnose, ein gewisses Restrisiko für die Entwicklung einer Metastasierung besteht.

Zur Verbesserung der Ergebnisse der Operation gibt es – je nach Stadium der Erkrankung – mehrere Therapiemöglichkeiten, die die Heilungschancen verbessern.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass adjuvante (= die Operation unterstützende) Therapien beim malignen Melanom wirkungsvoll und effektiv sind.

Unter adjuvanter Therapie versteht man Behandlungen bei klinischer und radiologischer Tumorfreiheit, das heißt es sind durch bildgebende Verfahren keine Metastasen nachweisbar, aber das Metastasenrisiko ist aufgrund der Größe des Primärtumors hoch. In erster Linie werden dabei Interferone eingesetzt, klinische Studien mit Vakzinen (Impfungen) und Antikörper- Therapien sind im Laufen. Unter der adjuvanten Therapie treten seltener Metastasen auf und das krankheitsfreie Überleben ist deutlich verlängert. Auch kommt es zu weniger Rückfällen (Rezidive) als bei Betroffenen, die nur operativ behandelt worden sind.


Immuntherapie

Die Immuntherapie versucht auf direkte (aktiv) oder indirekte (passiv) Weise die körpereigenen Abwehrkräfte zu aktivieren und damit das Tumorwachstum zum Stillstand zu bringen bzw. im Optimalfall den Tumor komplett zu eliminieren.

Immunreaktionen gegen Krebszellen sind abhängig von spezifischen Erkennungsmerkmalen (Strukturen = Antigenen) an der Oberfläche von Krebszellen. Wenn das Immunsystem Krebszellen über diese Oberflächenantigene als fremd erkannt hat, werden z.B. immunologische Effektorzellen wie Killerzellen aktiviert, die diese Krebszellen zerstören.

Bei der molekular gezielten Therapie werden Substanzen eingesetzt, die jene Veränderungen in der Tumorzelle angreifen, die für das Wachstum und Überleben des Tumors verantwortlich sind – sogenannte Onkogene. Viele dieser Therapien haben den Vorteil, dass Sie als Tabletten eingenommen werden können und daher keine Spitalsaufenthalte für die Verabreichung notwendig sind.

Monoklonale Antikörper sind lösliche Abwehrstoffe, die speziell gegen Oberflächen-Strukturen an Krebs- oder Immunzellen im Labor erzeugt werden. „Hightech”- Produktionsmethoden machen es möglich, dass die Abwehrstoffe nun als Medikamente für die Krebstherapie zu Verfügung stehen. Beim Melanom werden Antikörper eingesetzt, die ein hemmendes Signal auf Abwehrzellen blockieren und so zu einer Stärkung des Immunsystems beitragen.

Für die Immuntherapie stehen Zytokine (Botenstoffe wie Interferon, Interleukin und Wachstumsfaktoren für Blutzellen) in Form von Arzneimitteln zur Verfügung. Für die Anwendung der Zytokine bei den einzelnen Krebserkrankungen gibt es genau ausgearbeitete Richtlinien.

Immuntherapien in Form von „Tumorimpfungen”= Vakzinationstherapien wurden schon mehrfach auf Wirksamkeit beim Melanom untersucht. Derzeit sind klinische Studien mit dieser Form der Therapie in Durchführung. Durchgehende Erfolge konnten jedoch noch nicht berichtet werden.


Chemotherapie

Chemotherapie hatte ihre Anfänge in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts, als auf Basis von Kampfstoffen Medikamente entwickelt wurden, die eine forcierte Zellteilung hemmen (= Zytostatika).

Die Behandlung von Krebs mit Chemotherapie hat das Ziel, bevorzugt Tumorzellen – unter größtmöglicher Schonung der gesunden Körperzellen – abzutöten. Dabei werden Arzneimittel eingesetzt, die einerseits das Wachstum von Krebszellen hemmen, andererseits Zellen direkt schädigen, d. h. zytotoxisch sind.

Mittels Chemotherapie oder Kombinationen gelingt es beim Melanom in gewissen Fällen eine Verlängerung der tumorfreien Intervalle und zum Teil auch des Überlebens zu erreichen. Eine durchgehende Heilung ist selten.